Bahnverkehr ohne Tiefensee?
1 Kommentare Published by rangierer on Dienstag, 30. Oktober 2007 um 12:14Noch im August da waren der tiefe See und die steinere Brücke eng verbunden. Spätestens seit dem Parteitag der SPD vom Wochenende ist das nicht mehr so! Der Finanzminister soll jetzt den Verkehrsminister bei der Privatisierung der Bahn beerben. Fordert zumindest einer der Haushaltspolitiker der Union, Steffen Kampeter. Und formuliert damit nur etwas laut, worüber offiziell nach dem Hamburger Bundesparteitag der SPD niemand sprechen will: auch partei-intern ist Wolfgang Tiefensee nicht mehr gewollt. So schaffte er es erst mit Ach und Krach im zweiten Wahlgang in den Parteivorstand gewählt zu werden. Beim ersten war er glatt durchgefallen!
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Norbert Hansen verhandelt überall
1 Kommentare Published by rangierer on Donnerstag, 25. Oktober 2007 um 11:34Norbert Hansen verhandelt auf allen Ebenen, zwischen allen Stühlen, was das Zeug hält. Erst in Garmisch-Partenkirchen (über eigene Kur-Konditionen?), dann gegen die Marketingkampagne gegen die TRANSNET, schließlich mit der Privatisierung (wie die DB AG es möchte) gegen die Privatisierung (die Volksaktienidee der SPD) - denn jede "weitere Verzögerung verursacht massiven Schaden für das Unternehmen" und "gefährdet langfristig den integrierten Konzern und damit die Basis der Beschäftigung von über 230 000 Kolleginnen und Kollegen".
Damit tritt er nachweislich öffentlich gegen seine eigene Gewerkschaft und deren Mehrheitsentscheidung auf!
Heute finden wir ihn sicher irgendwo beim GDL-Streik in Ostdeutschland zwischen einem Lokstand und wütend wartenden Bahnkunden. Und wirbt wieder für die Privatisierung, denn da würde ja weniger gestreikt!
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Während Norbert Hansen sich öffentlich, zusammen mit Klaus-Dieter Hommel von der GDBA, über die schönen Aussichten für 2008 im Zusammenklang mit der Deutsche Bahn AG freut ("Wir wollen Einkommensverbesserungen, die über die regulären Tarifsteigerungen hinausgehen"), sucht seine Gewerkschaft TRANSNET fieberhaft ein gutes Versteck für ihn.
Zwar schimpft er auf die Gewerkschaftskonkurrenz, die GDL, die "zerstörerischen Gruppenegoismus" betreibe, aber einige seine weiteren Funktionen (Stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender der DB AG, Vorsitzender bei DEVK, Allianz pro Schiene, Mitglied des Bundesvorstands des DGB) und vorallem seine aktive Betreibung der weiteren Bahnprivatisierung auf allen Kanälen passen so gar nicht zu seinem TRANSNET-Vorsitz. Deswegen wird das auch öffentlich von seiten besagter Gewerkschaft abgestritten oder oft gar das Gegenteil behauptet.
Aber da gibt es eine neue Idee: sie suchen eben ein passendes Versteck für ihren Norbert Hansen. Genau, versteckt ihn!
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Norbert Hansen hat großes vor! Er möchte nun nicht mehr nur die DB AG in Form des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden beraten, sondern auch gleich die gesamte Republik!
"Ich kann es der Bahn nicht raten, ich kann es der Gesellschaft in der Bundesrepublik nicht raten" - gemeint war in diesem Fall der von der GDL angestrebte, gesonderte Tarifvertrag mit der DB AG.
Aber Norbert Hansen kann sein Zitat natürlich auch auf beliebige viele weitere Verhältnisse anwenden. Und empfiehlt sich damit gleichwohl für neue Jobs in Wirtschaft und Politik. Ob er dabei dann damit weiterkommt, andere für völlig unfähig zu erklären, in diesem Fall den GDL-Chef Manfred Schell, sei dahingestellt.
Welchen Rat Norbert Hansen wohl der Bundesrepublik Deutschland für die Privatisierung der Bahn gibt?
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Heute nachmittag sitzen sie erst einmal alle zusammen ab 17 Uhr, der Aufsichtsrat der DB AG und der Streikwillige von der GDL, Manfred Schell. Vielleicht gehen sie später auch in Klausur auf eine Ostsee-Insel, wie Karl-Peter Naumann von Pro-Bahn bereits vorschlug.
Aber die Zeit zwischendrin wird von Norbert Hansen, wie immer gut genutzt. Geschickt nimmt er die Diskussion über die Zulassung der sogenannten Monstertrucks oder Gigaliner zum Anlaß, Güter-Horrorszenarien zu inszenieren und dabei gleich mehr Geld vom Staat für die Bahn einzufordern, schließlich würde Deutschland im europaweiten Vergleich am wenigsten für seine Bahn ausgeben.
Endlich schafft es mal jemand, die langweilige Auseinandersetzung über die Bahnprivatisierung in völlig neuem Licht erscheinen zu lassen! Die Bahn braucht gigamäßig mehr Geld - und zwar vom Staat! Damit sie noch attraktiver wird - natürlich nicht für die Kunden, nein, für mögliche Aktionäre.
Eine Giga-Idee von Norbert Hansen!
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Sogar in der Pflichtlektüre des Bundestages, der Zeitung "Die Welt" steht es nun: bei Norbert Hansen schrillt seit geraumer Zeit der Alarm.
Wie seine Gewerkschaft erhalten, wie seine Abmachungen verdecken, wie die weitere Zukunft planen?
Vielleicht auf die Gerichte hoffen?
Gut, das das Ringen um Lohnerhöhung und die Bahnprivatisierung noch eine Weile andauert, dann lassen sich noch eine Menge neuer Strategien ausprobieren, um die Vereinbarungen des Dreigestirns Mehdorn - Hansen - Tiefensee nachhaltig umzusetzen.
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Die verschiedenen Gesichter von Norbert Hansen
2 Kommentare Published by rangierer on Dienstag, 2. Oktober 2007 um 11:04Was macht Hansen, wenn die Gewerkschaftsarbeit eintönig, die Aufsichtsratssitzungen unergiebig, der nächste Streit erst in 3 Tagen stattfindet und der sogar nur für einen Tag?
Er hat seine vielfältigen Interessen in unterschiedlichen Aktivitäten gebündelt:
er macht TV, manchmal Musik, versucht seine verwandtschaftlichen Verhältnisse zu klären und arbeitet nebenbei in einer der Zukunftsbranchen.
So hat er immer die Möglichkeit aus unerquicklichen Arbeitsverhältnissen und Abmachungen auszusteigen und sich seinen anderen Interessensgebieten zu widmen.
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