"müssen wir eine Art Doppelstrategie anwenden"
Published by rangierer on Dienstag, 3. Juli 2007 um 12:23Leider gehen in der allgemeinen Streik-Stimmung die Fragen der weiteren Bahn-Privatisierung unter, genauso wie die kürzlich aufgetauchten Nachrichten über die Verstrickungen von DB AG und Gewerkschaften. Die durchaus berichtigten Lohn- und Gehaltsforderungen überdecken das vollständig.
"... inzwischen hat Mehdorn die Gewerkschaften überfordert ...", heißt es zwar bei Nikolaus Noll in seinem Kommentar auf Seite 1 für "Die Welt" unter dem Titel "Zorn auf Mehdorn", aber zielt natürlich in eine andere Richtung.
Gerade hat Mehdorn ja bezgl. Streik eingelenkt und alle 3 Gewerkschaften zu einer neuen Verhandlung am Donnerstag eingeladen. Und sein Partner-Spiel mit Norbert Hansen auf anderer Ebene weitergeführt.
Über dieses Spiel war gestern übrigens in der Financial Times Deutschland (02.03.07)zu lesen, daß Hansen schon seit 2005 diverse Strategien plant und ausprobiert: „Bezüglich der Erweiterungsmöglichkeiten müssen wir eine Art Doppelstrategie anwenden. Zunächst defensiv gegenüber Verdi und anderen Konkurrenten, um ungestört in den bestehenden Nischen vorzustoßen (Konzerntöchter, Europäische Verkehrsunternehmen und deren Töchter et cetera)“. Das schrieb er in einem Strategiepapier, und: „Bestehende Regeln nicht mehr zu akzeptieren oder neue Regeln im DGB durchzusetzen.“
Wie wird der nächsten Akt in diesem Spiel eröffnet?



http://www.faz.net/s/Rub560251485DC24A
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Doc~E1129C714AC8C40F3A6677EA1084268A2~
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